Sternenhimmel fotografieren mit dem iPhone 16 Pro

Der Nachthimmel hat seinen ganz eigenen Zauber. Dieses Foto hier ist letzte Nacht entstanden – aufgenommen mit dem iPhone 16 Pro, Nachtmodus, 10 Sekunden Belichtung und einem 5-Sekunden-Timer. Anschließend habe ich das Bild in Lightroom bearbeitet, um die Farben und Details noch klarer herauszuarbeiten.

Wenn du selbst solche Aufnahmen machen willst, benötigst du kein Profi-Equipment. Das iPhone reicht vollkommen – und ein paar kleine Kniffe. Hier kommt meine Schritt-für-Schritt-Anleitung.

1. Der richtige Ort

Damit der Sternenhimmel wirklich sichtbar wird, braucht es so wenig Lichtverschmutzung wie möglich. Such dir einen dunklen Platz:

  • abseits von Städten
  • ohne Straßenlaternen in der Nähe
  • klare Nacht ohne Mond (optional, aber hilfreich)

Extra-Tipp: Apps wie Light Pollution Map oder Clear Outside zeigen dir gute Spots und die aktuellen Bedingungen.

2. iPhone stabilisieren

Wichtig: Das iPhone muss absolut ruhig stehen, sonst gibt’s Schlieren statt Sterne.

  • Nutze ein Stativ oder stelle das iPhone fest auf eine Mauer oder einen Rucksack.
  • Aktiviere den 5-Sekunden-Timer, damit du keine Verwacklungen verursachst, wenn du den Auslöser drückst.

3. Die Einstellungen am iPhone 16 Pro

Das iPhone macht vieles automatisch – aber ein paar Dinge solltest du bewusst einstellen:

Kamera-App → Nachtmodus

  • Belichtungszeit: 10 Sekunden
    Je länger, desto mehr Licht fängt das iPhone ein – Sterne werden sichtbar, die du mit dem bloßen Auge gar nicht erkennst.

Objektivwahl

  • Nutze das Hauptobjektiv (1x).
    Das liefert die beste Qualität bei Dunkelheit.

Fokus & Helligkeit

  • Tippe auf einen helleren Stern oder ein dunkles Stück Himmel.
  • Helligkeit NICHT zu stark hochziehen – sonst entsteht Rauschen.

4. Lightroom-Bearbeitung (meine Schritte)

Mit Lightroom kannst du das Bild final richtig zum Leuchten bringen. Das mache ich fast immer:

Grundbearbeitung

  • Belichtung leicht erhöhen (+0.1 bis +0.3)
  • Kontrast hoch
  • Lichter runter
  • Tiefen hoch
  • Weiß leicht anheben
  • Schwarz absenken, um Tiefe zu erzeugen

Farbe

  • Weißabgleich etwas kälter (für blaueres Sternenlicht)
  • Dynamik +10–20
  • Sättigung +5 (nicht übertreiben)

Details

  • Rauschreduzierung moderat
  • Schärfen verbessern (aber nicht zu stark, sonst wirkt’s künstlich)

Optional

  • Klarheit +5
  • Dunst entfernen +10
  • Leichte Vignette für „Galaxie-Look“

5. Extra-Tipps für noch mehr Wow-Effekt

  • Achte darauf, dass ein Vordergrund-Element (wie die Bäume auf deinem Bild) ins Bild ragt – das schafft Tiefe.
  • Fotografiere an mehreren Positionen – manchmal ist die Milchstraße nur in einem bestimmten Winkel sichtbar.
  • Probier 10, 15 oder sogar 20 Sekunden Belichtung aus, wenn dein Spot sehr dunkel ist.

Fazit

Mit dem iPhone 16 Pro kannst du wirklich beeindruckende Astrofotos machen – ganz ohne teure Kamera. Entscheidend sind ein dunkler Ort, ein stabiler Stand, eine lange Belichtung und etwas Feinschliff in Lightroom. Das Ergebnis: ein Himmelsbild, das fast schon nach Profi-Equipment aussieht.

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